Kleine Tiere mit großer Wirkung – die Insekten:

Insekten konkret helfen

Was jede(r) einzelne tun kann

Kleiner Perlmutterfalter auf Dost, 2013, Foto: U. Postler
Kleiner Perlmutterfalter auf Dost, 2013, Foto: U. Postler

Um den Insektenschwund zu stoppen, müssen wir die negativen Auswirkungen vor allem der modernen Landwirtschaft und der Lebensraumzerstörung oder -verschlechterung durch andere Verursacher bekämpfen.

 

Im Kleinen kann aber auch jede(r) einzelne direkt etwas tun, zum Beispiel im Garten:

 

Eine Schmetterlingsspierale bauen hier

 

Weitere Informationen hier


Hautflügler – Wildbiene, Hornisse & Co

Foto: NABU / Helge May
Foto: NABU / Helge May

Die NABU Fachgruppe Hymenopterenschutz

hat auf ihrer Internetseite ausführliche Informationen zum Thema zur Verfügung gestellt. Unter anderem werden z.B. Lösungsmöglichkeiten bei Problemen mit Hornissen und Wespen thematisiert: 

Internetseite der Fachgruppe 

 

Siehe auch: Fachleute und Ansprechpartner in unserer Region


Ein Hornissennest im Winter

Was aus dem Nest im Kleiberkasten wurde...

Im Sommer flogen hier noch Hornissen ein und aus. Sie hatten ihre Waben in einen Vogelnistkasten gebaut. Die Brut war erfolgreich und das Volk gewachsen – soweit es der Brutinnenraum zuließ.

Das Zusammenleben mit diesen interessanten Tieren gestaltete sich für uns Menschen abwechslungsreich und vollkommen ungefährlich.

Mit den ersten Frösten waren die Hornissen abgestorben. Nur die neuen Königinnen überwintern jetzt in frostfreien Verstecken.

Jedes alte Nest sollte bis zum Frühjahr an Ort und Stelle verbleiben, bevor man es wegnimmt. Der Käfer Velleius dilatatus kommt in Europa nur in Hornissennestern vor, wo er sich von den Resten ernährt. Er ist bereits selten geworden und braucht diese Nester zum Überleben.

 

U. Postler, Januar 2017


Hornissen – nützlich und geschützt

Ein Hornissennest im Vogelnistkasten

Hornissen im Kleiberkasten, August 2016, Foto: U. Postler
Hornissen im Kleiberkasten, August 2016, Foto: U. Postler

Ein Hornissenvolk hat im Herbst seine maximale Stärke erreicht – wenn es eine Chance zum Leben bekommen hat.

Mit den ersten Frösten stirbt das Volk ab. Lediglich die Königinnen überlwintern in geschützten Verstecken.

 

Die Hornissen sind bei uns auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Obwohl geschützt, haben sie stark abgenommen.

Hornissen jagen Insekten, z.B. Wespen und Fliegen. 

Sie bauen große, kunstvolle Nester. Wie man hier sieht, sogar in einem Kleiberkasten. Der hat einen vergrößerten Brutraum und ein kleineres Einflugloch.

Dadurch ist das Hornissenvolk etwas sicherer vor Freßfeinden, wie z.B. Kohlmeisen.

Von Hornissen selbst herausgeworfene Puppe, September 2016, Foto: U. Postler
Von Hornissen selbst herausgeworfene Puppe, September 2016, Foto: U. Postler

Wenn die Hornissen ihre menschlichen "Nachbarn" einige Tage kennen, dann erkennen sie die Gesichter. Auch den Geruch merken sie sich. Hierdurch, und auch wenn man sich ruhig bewegt, kann man ungestört mit den interessanten Tieren leben und sicher am Nest vorbei gehen. 

Nicht mehr oft bekommt man die wenig stechlustigen Tiere zu Gesicht. Es ist also ein Glücksfall, "Tür an Tür" mit ihnen wohnen zu dürfen.

 

U. Postler, Sept. 2016

 

Für direkte Fragen oder Informationen zum Thema Hornissen siehe hier

Weiterführendes Informationsmaterial hier


Die blaue Holzbiene – 2017 wieder im Kreisgebiet!

Groß, laut und harmlos: Xylocopa violacea.

Blaue Holzbiene vor Muskatellersalbei, Juni 2017, Foto: U. Postler
Blaue Holzbiene vor Muskatellersalbei, Juni 2017, Foto: U. Postler

Wie eine große, dunkle Hummel fliegt diese geschützte und völlig harmlose Bienenart die Blüten an.

Beim Nektar saugen steht sie vor den tiefen Kelchen von Salbei und Blauregen kurz in der Luft – wie ein Turner am Reck mit Kolibriflügeln.

Die Flügel sind dabei so schnell, dass sie kaum sichtbar sind.

 

Verbreitung und Besonderheiten s.u.

 

U. Postler, Juni 2017


Imposant, laut und harmlos – die Blaue Holzbiene

Xylocopa violacea im Kreisgebiet gesichtet

Die Blaue Holzbiene ist unsere größte Wildbiene. Sie ist bis zu drei cm groß und brummt laut wie eine Hornisse. Dabei ist sie so harmlos wie eine Hummel, aber wesentlich scheuer: bei Beunruhigung fliegt sie leicht weg und ist einige Stunden nicht mehr zu sehen.

Sie ist schwarz – durch Blüten mit viel Pollen oft auf dem Rücken hell bestäubt – und hat dunkelblau-regenbogenfarben schillernde Flügel.

Unter anderem besucht sie die Blüten der Salbeiarten und des Blauregens. Vor der Blüte wirkt sie oft wie ein kleiner Kolibri.

Sie nistet in alten Holzstubben – daher der Name!

Die Blaue Holzbiene ist sehr wärmeliebend und selten. In den letzten Jahren ist sie in Thüringen – und nun auch in Brandenburg – häufiger zu beobachten. Durch den Klimawandel wird sie wahrscheinlich weiter im Norden mehr präsent sein.  

 

U. Postler, Juni 2016

 

Hier ist ein schöner Artikel mit kleinem Film zur Blauen Holzbiene vom NABU Thüringen


Welcher Schmetterling ist das?

Mitmachen und gewinnen beim Artenquiz. Mehr


Tag- und Nachtfalter im Land Brandenburg

Ostbrandenburger Barnimplatte (LSG Müggelspree-, Löcknitzer Wald- und Seengebiet) / Hoher Fläming / Ostprignitz

Fotos: U. Postler (1-8,16,17,20,21,25-30) / N. Pflug (9-15,18,19,22-24)