Willkommen beim NABU Fürstenwalde

Für Mensch und Natur

300 ha Wald versus Gigafactory

Elektro-Auto Hersteller Tesla plant Fabrik in der Gemeinde Grünheide (Mark)

300 ha Wald sollen dafür fallen

Die Meldung TESLA möchte seinen europäischen Standort Gigafactory Nr. 4 in Grünheide aufbauen, hat aufgrund der avisierten Arbeitsplätze bei vielen Menschen Hoffnung geweckt.

 

Wir sind vor Ort direkt von dieser Entscheidung betroffen und es scheint, der gesunde Menschenverstand wird in Zeiten von FridaysforFuture komplett ausgeschaltet, sobald Geldsummen in 7, 8 oder 9-stelliger Höhe im Raum stehen.

 

Vieles ist noch offen, aber fest steht es handelt sich um ein Gebiet so groß wie 400 Fussballfelder – gigantisch. Das weckt Euphorie – doch schauen wir uns vor Ort einmal um.

 

Das 20 Jahre alte Plan-Gebiet liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Müggelspree-Löcknitzer Wald- und Seengebiet. Im Rahmen des alten B-Planverfahrens wurde es auf Bemühungen des damaligen Amtsdirektors ausgegliedert um sich für ein BMW-Werk zu bewerben. Grünheide hatte es nicht mal unter die Top 10 in der öffentlichen Ausschreibung geschafft. Und dennoch trat der Plan 3 Jahre später (2004) in Kraft.

 

Seit dem wurde der ökologische Waldumbau forciert, erste Erfolge sind sichtbar. Wir nehmen an, dass diverse schützenswerte Arten in diesem Gebiet leben – eine Kartierung hat nie stattgefunden.

 

Fest steht jedoch, dass die FFH-Gebiete Müggelspree und Löcknitz in unmittelbarer Nähe liegen (ca. 800 -1000 m), ein Teil als Erholungswald kartiert ist und das Gebiet fast hälftig in einer Trinkwasserschutzzone liegt. Das Wasserwerk Erkner versorgt einige tausend Hausanschlüsse.

 

In einem so ökologisch sensiblen Gebiet eine Fabrik mit einer Lithium-Batterien-Fertigung, Eisengießerei und Lackiererei ansiedeln zu wollen ist äußerst kritisch zu bewerten, da bei der Entsorgung und im Havariefall Grundwasserkontaminationen zu befürchten sind, die sogar die gesamte Müggelseeregion betreffen könnten.

 

Warum diese Fakten im Vorfeld nicht geprüft wurden ist uns nicht bekannt. Elon Musk, der offizielle Chairman hat laut dem Wirtschaftsminister Steinbach eine engen Zeitplan (timelane) vorgegeben, in der das Projekt umzusetzen ist. Verhandelt wurde hinter verschlossenen Türen.

 

Wie sollen wir Natur- und Umweltschutzverbände damit umgehen?

 

Aktuell sind die Flächeninanspruchnahme von Wald innerhalb unseres Kreisgebiets enorm.

 

Der Gaspipeline EUGAL wurden bereits über Dutzende Kilometer Waldrandstreifen geopfert, das Windeignungsgebiet in Grünheide beansprucht ca. 400 ha Wald (für geplante 18 Anlagen), die Folgen der TESLA-Ansiedlung sind für unsere Region unabschätzbar.


Weitere Infos zum Tesla Projekt:

Am 09.12.2019 fand in Erkner eine Informationsverstaltung der SPD zum geplanten Vorhaben statt.

 

Hier ein interessanter Artikel des Kulturmagazins Maulbeerblatt zu der Veranstaltung:

Bericht: "Traum oder Alptraum"


Die Bedeutung des Waldes in Brandenburg

Ministerium antwortet im Namen der Landesregierung in Form von Studie

Im Hangelwald, Foto: N. Rothmeier
Im Hangelwald, Foto: N. Rothmeier

Zum Thema Wald, Waldwirtschaft und Bäume im Land Brandenburg antwortet der Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft auf eine Große Anfrage der FDP im Landtag.

Einhundertachtzig Fragen werden detailiert beantwortet. Es geht um Wertschöpfungsketten (Holz- und Papiergewerbe, Druckereien, Forstliche Dienstleistungen, Zimmereien, Sägewerke, Holzenergie usw.). Auch hat der Wald besondere Bedeutung für die Trinkwassergewinnung, den Boden- und Immissionsschutz sowie den Naturschutz.

Zudem umgibt der Brandenburger Wald die in großen Teilen versiegelte Metropole Berlin. Neben Gesundheits- und Umweltaspeketen ist die Nachfrage nach Naturtouristischen Angeboten seit Jahren im Aufwärtstrend.

Quelle: Landtag Brandenburg, Drucksache 5/9172, Juni 2014

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Waldstudie Land Brbg-2014.pdf
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Frankreich stoppt Jagd auf Brachvögel!

Großer Brachvogel, Foto: NABU, Frank Derer
Großer Brachvogel, Foto: NABU, Frank Derer

Großer Erfolg für den Naturschutz in Europa – Protest von Naturschützer*innen zeigt Wirkung 

6000 Brachvögel waren zum Abschuss für die Jagdsaison 2019/20 freigegeben worden. Nach massivem Protest wurde die Abschussgenehmigung zurückgezogen. 

In dieser Saison dürfen keine Brachvögel gejagt werden!

Mehr Informationen hier


Volksinitiative in Brandenburg:                                        "Artenvielfalt retten – Zukunft sichern"

Ab sofort Unterschriftenliste unterzeichnen!

 

 

 

 

Hier die Forderungen der Volksinitiative:

 Wir wollen:

- dass in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten keine Pestizide eingesetzt werden dürfen,
- dass landeseigene Flächen ökologisch bewirtschaftet werden,
- dass es größere Pufferzonen um Gewässer gibt,
- dass Agrarsubventionen nicht nach Fläche, sondern nach umweltgerechtem Handeln    ausgegeben werden,
- dass Kommunen ihre Flächen pestizidfrei bewirtschaften,
- dass es weniger Lichtverschmutzung
- und weniger Flächenverbrauch gibt.

 

Jede/r Brandenburger/in ab 16 Jahre kann unterschreiben. Für die Volksinitiative reicht es aus, sich mit den kompletten Daten auf der Unterschriftenliste einzutragen. Wichtig ist: alle Angaben ausfüllen, Adresse bitte komplett angeben und leserlich schreiben.

20.000 Unterschriften werden benötigt!

Weitere Infos zur Volksinitiative finden Sie hier

 

Listen zur Unterschrift liegen aus im :

Naturkostladen Reim, Mühlenstr. 7 in Fürstenwalde/Spree

Kathys Bioladen, Friedrich-Ebert-Str. 2, 15566 Schöneiche

 

Zusätzlich sammeln wir bei allen unseren Veranstaltungen und Exkursionen Unterschriften und legen Listen aus!

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Unterschriftenliste Volksinitiative Artenvielfalt retten Zukunft sichern
Unterschriftenbogen-VI-Artenvielfalt-ret
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Bundesregierung beschließt Aktionsprogramm Insektenschutz

Br. Feuerfalter
Br. Feuerfalter

2019: Die Bundesregierung beschließt, den Insektenschutz mit Monitoring-Programm, Flächenschutzmaßnahmen, Unterstützung von Initiativen und Forschung umfangreich finanziell zu fördern. Infos hier

Download
aktionsprogramm_insektenschutz.pdf
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Projekt Lebenswerte Natura 2000 – für ein gutes Miteinander von Mensch und Natur

Das Projekt Lebenswerte Natura 2000 wirbt für die Akzeptanz der FFH-Gebiete. 

FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und gehören zum weltweit größten Schutzgebietsnetz Natura 2000.

 

Der NABU Fürstenwalde betreut das FFH Gebiet Spree von Fürstenwalde bis Berlin und das FFH Gebiet Müggelspreeniederung.


Thema Artenvielfalt – Arbeitsgruppe

Wildblumenwiese: Wilde Möhre, Färberkamille, Knautie, Dost, Ampfer, Feldthymian, Rainfarn, Wegwarte, Wiesensalbei, Foto: U. Postler
Wildblumenwiese: Wilde Möhre, Färberkamille, Knautie, Dost, Ampfer, Feldthymian, Rainfarn, Wegwarte, Wiesensalbei, Foto: U. Postler

Der Artenschwund ist beträchtlich – das ist lange bekannt. Die politisch Verantwortlichen starten erst jetzt umfangreiche Studien hierzu. Das ist löblich, jedoch schwerfällig und dauert lange.

Die Natur-Habitate sind ein wesentlicher Faktor für den Erhalt der Arten.

Jede/r Einzelne von uns kann schon jetzt etwas tun!

Mehr Informationen hier


Wo sind Schmetterling, Heupferd und Co.?

Insektensterben großflächig und besorgniserregend!

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gegen Zulassung von Glyphosat:

Die EU beabsichtigt, den Einsatz des laut Studien giftigen, krebserregenden und umweltschädlichen Unkrautvernichters "Glyphosat" um weitere 10 Jahre zu verlängern. Umweltministerin Hendricks will das verhindern. Zurecht – es geht um unsere Gesundheit und um die Arterhaltung von Insekten und Vögeln.

(Siehe auch unser Artikel unten: BSR verzichtet zukünftig auf Glyphosat)

Auf das Insektensterben folgt das Artensterben der Vögel:

Inzwischen sind sogar bis vor kurzem noch häufige Insekten wie Wespen, Mücken, Fliegen, Marienkäfer und Heuschrecken bereits deutlich und drastisch reduziert. Schmetterlinge kommen in der Siedlungs- und Agrarlandschaft kaum noch vor. Und wo sind die grün-metallic schillernden Laufkäfer, die blauglänzenden Mistkäfer, die Mai- und Junikäfer und viele andere Insekten geblieben? 

So geht auch zunehmend den Vögeln das Futter für ihre Nachkommen aus. Daraus folgt bereits ein Artensterben der Vögel.

 

Ursachen sind anscheinend die Vielzahl der Umweltgifte und die fehlenden Wildblumenrandstreifen.

Die Bundesregierung läßt hierzu verstärkt Untersuchungen durchführen. Diese verschwinden jedoch augenscheinlich in Schubladen – bisher ist kein deutlicher Richtungswechsel der Bundesregierung zu erkennen. 

(Siehe auch unser Artikel unten: Zur Situation der Vögel Deutschlands und Europas)

 

Gärten können zunehmend einen wichtigen Umweltbeitrag leisten:

Viele Gärtner empfinden einen perfekten Rasen als gutaussehend, sauber und vorzeigbar.

Solche oft großen Gartenflächen sind jedoch aus Natursicht "tote Erde". Auch viele Gartenblumen – so schön sie aussehen – können von unseren einheimischen Insekten nicht genutzt werden.

Wilde Ecken, Randstreifen mit blühenden Wildkräutern und Wildblumenwiesen sind außerordentlich wichtig. Damit kann jede/r einen Beitrag für die Erhaltung der Arten leisten.

 

Gartentipp: Schmetterlings-Spirale

Siehe auch Naturgärtnern und -Garten

und Tagfalterinfos für Gartenbesitzer


Zur Situation der Vögel Deutschlands und Europas

Aus Anlaß der Vogelstimmenwanderung des NABU-Kreisverbandes in der Umgebung Fürstenwaldes im Mai 2017 äußert sich der Kreisverband zur Situation der Vögel:

"Die ersten Ergebnisse zeigen, dass sich die kontinuierlichen Abnahmen bei Amsel, Grünfink und Hausrotschwanz in diesem Jahr fortsetzen", so Stephan Wende, Vorsitzender unseres NABU Kreisverbandes.
"Während insgesamt die Anzahl der Vögel in Siedlungsgebieten über die Jahre in etwa gleich bleiben, gibt es auf den Wiesen und Feldern große Verluste.

In den vergangenen 25 Jahren brachen dort die Bestände der Vogelarten wie Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche regelrecht zusammen. Der Feldsperling ist eine der wenigen Arten, die mit „Landflucht“ auf die Misere reagieren können. viele andere Vögel haben diese Möglichkeit nicht, sie sind zu sehr auf Agrarlebensräume spezialisiert.

Wir brauchen hier dringend den Dialog mit den Landwirten!"

 

in Deutschland und Europa sind die Vogelbrutpaare in der Agrarlandschaft seit 1980 um 57 % zurückgegangen!

 

Meldung zum Vogelsterben durch das Umweltinstitut München

Download
Die ausführliche Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zu den dramtischen Vogelverlusten:
Antwort_Bundesregierung_auf Vogelverlust
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BSR Berlin verzichtet zukünftig auf Glyphosat

Sechsfleck-Widderchen, Foto: U. Postler
Sechsfleck-Widderchen, Foto: U. Postler

Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe haben sich verpflichtet, gänzlich auf das als giftig eingestufte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu verzichten.

Einen Beitrag für die Umwelt leisten und mehr Verständnis für Unkräuter wecken – das wollen die BSR laut eigener Aussage.

Außerdem wird die Entsiegeng von Flächen geprüft.

Weitere Infos

 

NABU-Studie Umweltrisiko Glyyphosat


"Aktenzeichen" H5N8 ungelöst

Einseitige Ursachenforschung bei Vogelgrippe

Viele Indizien sprechen für Hauptverbreitung durch Geflügelwirtschaft

Das aktuelle Vogelgrippe-Virus fand seinen Weg wahrscheinlich über den Handel aus der Geflügelwirtschaft in China nach Europa – ohne die Hilfe von Wildvögeln. Das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut ignoriert die Indizien jedoch.

 

Intormationen zur Ursachenforschung hier

Weitere interessante Artikel hier


Windkraftanlagen in Brandenburg

Foto: NABU, Helge May
Foto: NABU, Helge May

Gemeinsame Position von NABU und BUND

 

Brandenburg will auf zwei Prozent der Landesfläche Windkraft nutzen.

In einem gemeinsamen Positionspapier fordern NABU und BUND einen Ausbau der erneuerbaren Energien, der naturverträglich gestaltet wird und zur Erreichung der Klimaziele beiträgt.

Lesen Sie hier mehr