Willkommen beim NABU Fürstenwalde

Für Mensch und Natur

Rettet die Bienen – Volksbegehren in Bayern

Waldhummel an Rotklee, Foto: U. Postler
Waldhummel an Rotklee, Foto: U. Postler

Ein breites Aktionsbündnis, unterstützt vom NABU-Partner LBV, initiiert von der ÖDP, hat jetzt in Bayern ein Volksbegehren gestartet: 

Volksbegehren Artenvielfalt – 

stoppt das Insektensterben, für Artenvielfalt!

 

Das wirksamste Artenvielfalt-Gesetz entsteht! Dazu wird jede Unterstützung gebraucht.

Die Eintragungsfrist ist sehr kurz: vom 31.1. bis 13.2.2019 müssen über eine Million Unterschriften in Bayern geleistet werden.

 

Ein positives Ergebnis hat sicherlich Auswirkungen auf alle anderen Bundesländer.

Und in der globalen Welt ist alles vernetzt und verbunden – die Bienen sowieso! ...

 

Alle Informationen hier


Projekt Lebenswerte Natura 2000 – für ein gutes Miteinander von Mensch und Natur

Das Projekt Lebenswerte Natura 2000 wirbt für die Akzeptanz der FFH-Gebiete. 

 

FFH-Gebiete sind europäische Schutzgebiete nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und gehören zum weltweit größten Schutzgebietsnetz Natura 2000.

 

Der NABU Fürstenwalde betreut das FFH Gebiet Spree von Fürstenwalde bis Berlin.

Botanische Radwanderung entlang der Spree

Am 05.08.2018 startete in Fürstenwalde eine vom NABU Fürstenwalde geführte Fahrradtour entlang der Spree Richtung Hangelsberg. Um 09:30 Uhr sammelte sich am Bahnhofsvorplatz in Fürstenwalde eine kleine Menschentraube umgeben von zahlreichen Fahrrädern.

 

Der Einladung waren interessierte Bürger gefolgt, die sich gemeinsam auf pflanzliche Entdeckungstour in das FFH Gebiet Spree begeben wollten. Der ortsansässige Botaniker Peter Engert führte die Tour und legte mehrere Zwischenstopps ein, wo sich die Teilnehmer von der botanischen Vielfalt in den Spreeauen und Feuchtwiesen überzeugen konnten.

 

Brenndolde, Gewöhnliches Pfeilkraut, Wasserminze, Bittersüßer Nachtschatten, aber auch eher selten gewordene Pflanzen wie die wunderschöne Schwanenblume wurden in den naturnahen Bereichen der Spreeauen identifiziert.

 

Die durch ausgedehnte Auen- und Niedermoorbereiche sowie Grünland und Feuchtwiesen geprägte Landschaft bietet gute Voraussetzungen für diese Pflanzenvielfalt. Ein Grund dafür, dass dieses Gebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zum weltweit größten Schutzgebietsnetz Natura 2000 gehört.

 

Dieser Umstand ist oftmals nicht bekannt. Die Teilnehmer nutzten daher die Möglichkeit, sich über die existierenden FFH-Managementpläne in Brandenburg auszutauschen und besichtigten auch die bereits umgesetzten Renaturierungsmassnahmen am Weißen Berg und der Fischtreppe an der Großen Tränke.

Um die Menschen vor Ort für diese Maßnahmen zu sensibilisieren bedarf es mehr Aufklärungsarbeit berichten die anwesenden NABU-Vertreter.

 

Die fünfstundige Radwanderung bot den Teilnehmern einen guten Einblick in die bestehende Vielfalt entlang der Spree.

 

Text: S. Rothmaier, Fotos: M. Lange-Siebenthaler


Interessante NABU-FFH-Tagung in Neuenhagen

FFH-Tagung in Neuenhagen, Dr. Hartmuth Kretschmer erläutert die gleichbleibende Überflutung der Wiesen im FFH "Wiesengrund", Foto: NABU/Laura Klein
FFH-Tagung in Neuenhagen, Dr. Hartmuth Kretschmer erläutert die gleichbleibende Überflutung der Wiesen im FFH "Wiesengrund", Foto: NABU/Laura Klein
Schlangen-Wiesenknöterich (Rote Liste, Futterpflanze des Blauschillernden Feuerfalters) im FFH-Gebiet "Wiesengrund", Neuenhagen, Foto: NABU/Laura Klein
Schlangen-Wiesenknöterich (Rote Liste, Futterpflanze des Blauschillernden Feuerfalters) im FFH-Gebiet "Wiesengrund", Neuenhagen, Foto: NABU/Laura Klein

 

Am 22. September 2018 fand in Neuenhagen ein Maßnahmen-Workshop zu Flora-Fauna-Habitaten (FFH) statt. Eingeladen hatte die NABU-Ortsgruppe Neuenhagen.

Dr. Hartmuth Kretschmer hielt einen interessanten Vortrag zur Unterschutzstellung von Natur-Gebieten und deren Pflege durch nachfolgend begleitende Maßnahmen (z.B. eine frühe erste Mahd Ende Mai zur Förderung der Falter und Vögel!).

Gemeinsam mit Frank Ott (beide NABU-OG Neuenhagen) führte Dr. Kretschmer  anschließend durch das Gebiet des Neuenhagener Mühlenfließes und durch das FFH "Wiesengrund".

Wir, die Teilnehmenden, erfuhren viel Neues über die Rückkehr von Pflanzen und Tieren in unter Schutz gestellte und betreute Gebiete. Wir fanden die seltene Sumpf-Schrecke, sahen eine Erdkröte und bewunderten die Baukunst des Bibers. (Letztere kann in Schutzgebieten sehr gut genutzt werden; mitunter kann eine leichte Korrektur angeraten sein.) 

Wir bestaunten die imposante 350 jährige Eiche, in deren Stamm Hornissen ihr Nest hatten.

 

Mehr Informationen, Unterlagen und Fotos beim NABU Brandenburg

U. Postler, Sept. 2018


Vogel des Jahres 2018: der Star

Star, Foto: NABU, Tom Dove
Star, Foto: NABU, Tom Dove

Er ist Flugkünstler und Stimmenimitator.

Obwohl im Siedlungsbereich oft zu sehen, ist der Star im Rückgang begriffen.

 

Mehr Informationen zum Star hier

 

In Hamburg, Otterwisch und Berlin wurden Webcams in Staren-Nistkästen eingerichtet. Mit einigem Glück können wir in diesem Jahr Brut und Jungenaufzucht an drei Standorten beobachten.

 

Zu den Staren-Webcams hier


Thema Artenvielfalt – Arbeitsgruppe

Gründung einer Arbeitsgruppe zum Erhalt der Artenvielfalt im Kreisgebiet

Wildblumenwiese: Wilde Möhre, Färberkamille, Knautie, Dost, Ampfer, Feldthymian, Rainfarn, 2017, Foto: U. Postler
Wildblumenwiese: Wilde Möhre, Färberkamille, Knautie, Dost, Ampfer, Feldthymian, Rainfarn, 2017, Foto: U. Postler

Der Artenschwund ist beträchtlich – das ist lange bekannt. Die politisch Verantwortlichen starten erst jetzt umfangreiche Studien hierzu. Das ist löblich, jedoch schwerfällig und dauert lange.

Die Natur-Habitate sind ein wesentlicher Faktor für den Erhalt der Arten. 

Jede/r Einzelne von uns kann schon jetzt etwas tun! 

 

Mehr Informationen hier


Wo sind Schmetterling, Heupferd und Co.?

Insektensterben großflächig und besorgniserregend!

 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gegen Zulassung von Glyphosat:

Die EU beabsichtigt, den Einsatz des laut Studien giftigen, krebserregenden und umweltschädlichen Unkrautvernichters "Glyphosat" um weitere 10 Jahre zu verlängern. Umweltministerin Hendricks will das verhindern. Zurecht – es geht um unsere Gesundheit und um die Arterhaltung von Insekten und Vögeln.

(Siehe auch unser Artikel unten: BSR verzichtet zukünftig auf Glyphosat)

Auf das Insektensterben folgt das Artensterben der Vögel:

Inzwischen sind sogar bis vor kurzem noch häufige Insekten wie Wespen, Mücken, Fliegen, Marienkäfer und Heuschrecken bereits deutlich und drastisch reduziert. Schmetterlinge kommen in der Siedlungs- und Agrarlandschaft kaum noch vor. Und wo sind die grün-metallic schillernden Laufkäfer, die blauglänzenden Mistkäfer, die Mai- und Junikäfer und viele andere Insekten geblieben? 

So geht auch zunehmend den Vögeln das Futter für ihre Nachkommen aus. Daraus folgt bereits ein Artensterben der Vögel.

 

Ursachen sind anscheinend die Vielzahl der Umweltgifte und die fehlenden Wildblumenrandstreifen.

Die Bundesregierung läßt hierzu verstärkt Untersuchungen durchführen. Diese verschwinden jedoch augenscheinlich in Schubladen – bisher ist kein deutlicher Richtungswechsel der Bundesregierung zu erkennen. 

(Siehe auch unser Artikel unten: Zur Situation der Vögel Deutschlands und Europas)

 

Gärten können zunehmend einen wichtigen Umweltbeitrag leisten:

Viele Gärtner empfinden einen perfekten Rasen als gutaussehend, sauber und vorzeigbar.

Solche oft großen Gartenflächen sind jedoch aus Natursicht "tote Erde". Auch viele Gartenblumen – so schön sie aussehen – können von unseren einheimischen Insekten nicht genutzt werden.

Wilde Ecken, Randstreifen mit blühenden Wildkräutern und Wildblumenwiesen sind außerordentlich wichtig. Damit kann jede/r einen Beitrag für die Erhaltung der Arten leisten.

 

Gartentipp: Schmetterlings-Spirale

Siehe auch Naturgärtnern und -Garten

und Tagfalterinfos für Gartenbesitzer


Zur Situation der Vögel Deutschlands und Europas

Aus Anlaß der Vogelstimmenwanderung des NABU-Kreisverbandes in der Umgebung Fürstenwaldes im Mai 2017 äußert sich der Kreisverband zur Situation der Vögel:

"Die ersten Ergebnisse zeigen, dass sich die kontinuierlichen Abnahmen bei Amsel, Grünfink und Hausrotschwanz in diesem Jahr fortsetzen", so Stephan Wende, Vorsitzender unseres NABU Kreisverbandes.
"Während insgesamt die Anzahl der Vögel in Siedlungsgebieten über die Jahre in etwa gleich bleiben, gibt es auf den Wiesen und Feldern große Verluste.

In den vergangenen 25 Jahren brachen dort die Bestände der Vogelarten wie Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche regelrecht zusammen. Der Feldsperling ist eine der wenigen Arten, die mit „Landflucht“ auf die Misere reagieren können. viele andere Vögel haben diese Möglichkeit nicht, sie sind zu sehr auf Agrarlebensräume spezialisiert.

Wir brauchen hier dringend den Dialog mit den Landwirten!"

 

in Deutschland und Europa sind die Vogelbrutpaare in der Agrarlandschaft seit 1980 um 57 % zurückgegangen!

 

Meldung zum Vogelsterben durch das Umweltinstitut München

Download
Die ausführliche Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zu den dramtischen Vogelverlusten:
Antwort_Bundesregierung_auf Vogelverlust
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BSR Berlin verzichtet zukünftig auf Glyphosat

Sechsfleck-Widderchen, Foto: U. Postler
Sechsfleck-Widderchen, Foto: U. Postler

Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe haben sich verpflichtet, gänzlich auf das als giftig eingestufte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu verzichten.

Einen Beitrag für die Umwelt leisten und mehr Verständnis für Unkräuter wecken – das wollen die BSR laut eigener Aussage.

Außerdem wird die Entsiegeng von Flächen geprüft.

Weitere Infos

 

NABU-Studie Umweltrisiko Glyyphosat


"Aktenzeichen" H5N8 ungelöst

Einseitige Ursachenforschung bei Vogelgrippe

Viele Indizien sprechen für Hauptverbreitung durch Geflügelwirtschaft

Das aktuelle Vogelgrippe-Virus fand seinen Weg wahrscheinlich über den Handel aus der Geflügelwirtschaft in China nach Europa – ohne die Hilfe von Wildvögeln. Das zuständige Friedrich-Loeffler-Institut ignoriert die Indizien jedoch.

 

Intormationen zur Ursachenforschung hier

Weitere interessante Artikel hier


Windkraftanlagen in Brandenburg

Foto: NABU, Helge May
Foto: NABU, Helge May

Gemeinsame Position von NABU und BUND

 

Brandenburg will auf zwei Prozent der Landesfläche Windkraft nutzen.

In einem gemeinsamen Positionspapier fordern NABU und BUND einen Ausbau der erneuerbaren Energien, der naturverträglich gestaltet wird und zur Erreichung der Klimaziele beiträgt.

 

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