Willkommen beim NABU Fürstenwalde

Für Mensch und Natur

27.08.2022 / 18 Uhr / Batnight in Hangelsberg - Fledermausnacht

gemeinsam mit der BI pro Hangelwald & der Kirche Hangelsberg, Ort: Kirche Hangelsberg


Exkursion im Löcknitztal – FFH- und Naturschutzgebiet

Unterwegs mit dem Experten Jörg Gelbrecht (LFA Enthomologie)

Am 11. Juni 2022 findet unsere NABU KV Exkursion durchs Löcknitztal statt. Jörg Gelbrecht – Leiter NABU Landesfachausschuss Enthomologie – führt uns in die Besonderheiten dieses von der letzten Eiszeit geprägten Gebietes ein.

Durch die unterschiedlichen Höhenlagen liegen Trockenrasenflächen und Feuchtwiesen unmittelbar nebeneinander. Dies ist für viele Insektenarten sehr attraktiv. In sowohl sehr trockenen als auch zu feuchten Zeiten können sie in die Zwischenzonen ausweichen.

Wir finden Orchideen, wie das Breitblättrige und das Steifblättrige Knabenkraut. Auf den Wiesen blühen Echter Baldrian und Sumpf-Baldrian, Schafschwingel, Sumpf-Pippau, Kuckuckslichtnelke, Schlangen-Knöterich, Bachnelkenwurz und das sehr seltene Landskraut.

Wir sichten seltene Schmetterlinge, u.a.: Großer Feuerfalter und Baumweißling, Gestreifter Grasbär, auch Ehrenpreis-, Baldrian- und Wachtelweizen-Scheckenfalter.

Diese Artenvielfalt ist durch ein intensives, jahrzehntelanges Engagement von ehrenamtlichen Helfern der IG Löcknitztal entstanden und gesichert: Es wird zu unterschiedlichen Zeiten mit der Sense gemäht – u.a. abgestimmt auf die Blühzeiten der einjährigen Kräuter. (UP 2022)


Unsere größte Wildbiene: Die Blaue Holzbiene

In unserem Gebiet ist die Blaue Holzbiene jetzt fest etabliert. Aufgrund der Klimaverschärfung verschiebt unsere größte einheimische Wildbiene ihren Lebensraum nun auch dauerhaft in nördlichere Gegenden Deutschlands.

Sie brummt wie eine Hornisse und ist harmlos wie eine Hummel. Sie lebt solitär, d.h. einzeln. 

Männchen und Weibchen überwintern in frostsicheren Verstecken. Im Frühjahr, nach der Paarung, legt die Holzbiene Niströhren mit Brutkammern im abgestorbenen Holz (Name!) von Bäumen an. Gelegentlich können auch Balken (nur von außen !) für sie interessant sein, doch kein gestrichenes oder behandeltes Holz.

Nahrung findet sie meist in Lippenblüten, auch Mohnblumen und Winterjasmin werden gern besucht.

Ob sich die Blaue Holzbiene – genauso wie die Hornisse – Gesichter und Gerüche merken kann? Wird recherchiert. Meldungen hierzu gerne unter "Kontakt". (UP 2022)

 

Schöne Fotos und Infos sind auf der Seite des NABU Leipzig zu finden.


Ökologisch wertvoll – der naturnahe Mischwald

Der naturnahe Mischwald ist stets ein besonderes Erlebnis, vor allem im Frühjahr: Der Wald ist lichtdurchflutet und von hellem Grün. Die Vögel brüten und markieren mit Gesang ihre Reviere. Frühjahrsblüher bilden reizvolle Teppiche auf dem Waldboden. 

Ökologisch wertvoll sind Pflanzenvielfalt, sich stetig bildender Humusboden, Totholzhabitate, Klima-Widerstandsfähigkeit, Sauerstoffbildung und die Fähigkeit, Wasser zu binden. (UP 2022)

(Fotos: T. Wolinski, 2022)


Achtung liebe Autofahrer, Kröten & Frösche wandern wieder!

Die Frösche & Kröten wandern wieder. Bitte fahren Sie an Straßen in der Nähe von Gewässern langsam und achten Sie auf Amphibien.

Wir selbst bauen Amphibienschutzzäune in unserem Kreisgebiet auf und betreuen diese.

 

Rückfragen gern an info@nabu-fuerstenwalde.de

 


Verbände gegen erhöhte Wasserentnahme

Schutz von Trinkwasser und Natur in Tesla-Region

Naturschutzverbände klagen gegen die durch das Landesumweltamt erteilte Genehmigung für die erhöhte Wasserentnahme durch das Wasserwerk Eggersdorf. Sie sehen die Trinkwasserversorgung gefährdet. U.a. wäre eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig gewesen.

 

Derzeit ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Trinkwasser jederzeit in gewünschter Menge und hoher Qualität aus dem Wasserhahn kommt. Doch gerade die Daseinsvorsorge, insbesondere für künftige Generationen sollte bei den genehmigenden Behörden im Fokus stehen. Eine der wichtigsten Quellen für diese Lebensgrundlage ist das Grundwasser und das nimmt bei uns seit Jahrzehnten ab. Der Klimawandel mit steigenden Durchschnittstemperaturen, erhöhter Sonneneinstrahlung und stark veränderter Niederschlagsverteilung verschärft diesen Prozess mit zunehmender Geschwindigkeit. Industrieansiedlungen mit einem hohen Wasserbedarf, wie die Gigafactory in Grünheide, verschlimmern diese Situation zusätzlich.

 

Hier die Hintergründe zum Klageverfahren gegen die Bewilligung der Grundwasserentnahme am Wasserwerk Eggersdorf 


"Natur des Jahres 2022"

Phantasievolle Namen haben sie, die Jahreswesen für 2022:

Z.B. Wechselkröte, Kaisermantel und Trommelwolf.

Orchidee des Jahres wurde die Braunrote Ständelwurz. Die ähnliche Breitblättrige Ständelwurz (Foto re.) kommt auch im Kreisverband vor, unter anderem in Woltersdorf. (UP 2021)

Alle Jahreswesen 2022 auf einen Blick hier

 

(Abb. Blütenstand der Breitblättrigen Ständelwurz, Foto: C. Elßner)


Unser neues Projekt: "Bunte Hecke, wilde Hecke für mehr Artenvielfalt"

Anlegen einer Wildnispflanzen- und Benjeshecke

Ab September 2021 haben wir unser neues Projekt gestartet "Bunte Hecke, wilde Hecke für mehr Artenvielfalt!"

Wir werde in Zusammenarbeit mit interessierten Einwohnern der Gemeinde Grünheide (Mark) und Umgebung auf den Wiesen des Michelhof im Ortsteil Mönchwinkel einheimische Wildhecken sowie eine Benjeshecke errichten. Ziel ist es, die Biodiversität zu erhöhen, indem für Insekten, Amphibien und Vögeln Rückzugsräume und Nahrungsquellen geschaffen werden. Mit der Bepflanzung soll der weiteren Erosion des Bodens entgegengewirkt werden, die aufgrund höherer Temperaturen und größerer Trockenheit in den vergangenen Jahren verstärkt aufgetreten ist. 

 Das Projekt wird gefördert aus Lottomitteln des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) des Landes Brandenburg.

Im nächsten Jahr wird auf der dann mit Wildnispflanzen- und der Benjeshecke umringten Fläche eine Streuobstwiese angelegt.

Wir werden ab Ende Oktober 2021 den Bau eines Wildschutzzaun, Pflanzung der Wildpflanzen, Anlegen der Benjeshecke und den Bau von Insektenhotels durchführen. Lust mitzumachen, schreibt uns eine Email und wir senden Euch die Termine.


Rissgutachten für verendete Wildtiere

Außerhalb des Straßenverkehrs meist natürliche Ursache

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Es kommt nicht selten vor, das wir mit dem Anblick toter Tiere und Greifvögel konfrontiert werden. Diese sind meist Opfer des Straßenverkehrs.

Totfunde im Garten sind seltener, aber auch möglich.

Tiere verenden aufgrund ihres Alters oder durch Krankheiten. Ausgeweidet werden sie dann z.B. von Füchsen, Kolkraben und Greifvögeln.

 

Durch die Wiederansiedlung des Wolfes rückt dieser nun als möglicher Verursacher in den Fokus, wodurch Besorgnis ausgelöst werden kann.

Hierfür gibt es gute Fachleute, z.B. die ehrenamtlichen Wolfsbeauftragten. Diese können bei Fragen und Unsicherheiten gerufen werden und erstellen dann ein Rissgutachten. (UP 2021)

Ansprechpartner in unserer Region zum Thema Wolf finden Sie hier


Neues Citizen-Science-Projekt für die Region geht online:

Schmetterlings-Portal für Brandenburg und Berlin!

Faulbaumbläuling, Foto: U. Postler
Faulbaumbläuling, Foto: U. Postler

Das neue Online-Portal für die Region wird unterstützt von NABU, MLUK Brandenburg, Landesamt für Umwelt u.a.

Naturinteressierte können hier Wissenswertes über Schmetterlinge und deren Schutz finden. Es können sowohl Verbreitungskarten eingesehen als auch selbst Beobachtungen gemeldet werden. Auch Fotos kann man hochladen. 

Jede:r Angemeldete leistet einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Schmetterlinge. (UP 2021)

Zum Online-Portal geht es hier