Hier berichten wir regelmäßig über aktuelle Projekte von Mitgliedern unseres Kreisverbandsgebietes.

Dritte Radexkursion zu den Biberrevieren

Fotos: M. Sander

Bereits zum dritten Mal stiegen wir auf unsere Räder, um uns die Entwicklung der Biberreviere in der Umgebung von Neuendorf im Sande anzuschauen. Neben verlassenen Biberburgen gibt es immer wieder neue Spuren zu entdecken, die auf unseren Freund den Biber deuten. Zusätzliches Abenteuer enstand durch die vom Sturm umgefallenen Bäume, die oftmals den Weg versperrten. Das hieß Klettern und immer mal wieder das Fahrrad umtragen, um die Tour fortsetzen zu können. Die Strapazen wurden belohnt, denn gegenüber dem letzten Jahr waren die Gräben gut mit Wasser gefüllt. Der Biber konnte seinem Ruf als Landschaftsgestalter gerecht werden. Mit dem Bau von Burgen und Dämmen schafft er vielfältige Biotope. Profitieren tut dabei nicht nur er sondern viele andere Tiere.

Wir sind jedes Jahr aufs Neue begeistert und lassen uns von den Erzählungen von

Lutz Ittermann begeistern.

 

N. Rothmaier, 08.10.2017

"Kleine" Batnight 2017 in Fürstenwalde

Jedes Jahr finden Ende August im Rahmen der Europäischen Fledermausnacht ("Batnight" ) kleine Events rund um das Thema Fledermaus statt.

 

In der Fürstenwalder Umgebung fand in diesem Jahr eine spontane „kleine Fledermausnacht“ statt, in der einige interessierte Fürstenwalder während eines Fledermaus-Netzfangs die Tiere hautnah erleben konnten.

 

Diese wurde von Kerstin und Petra, Mitglieder der Nabu Ortsgruppe Fürstenwalde, durchgeführt.

 

Besonders gespannt auf den Abend waren Saskia und Oliver S.. Ihr Interesse an Fledermäusen wurde noch verstärkt, als sie im Juli eine hilflose junge Fledermaus fanden und erst beruhigt waren, als diese in Sicherheit war und nach einigen Tagen wieder in die Freiheit entlassen werden konnte.

 

Bereits der Aufbau des Fangnetzes wurde mit Interesse und aktiver Hilfe begleitet.

Bevor die ersten Tiere ins „Netz gingen“, konnten die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere bereits im Flug beobachtet werden. Mit dem Bat-Detektor wurden die für das menschliche Ohr normalerweise unhörbaren Laute der Fledermäuse hörbar gemacht und verschiedene Arten bestimmt.

 

Es wurden drei verschiedene Arten nachgewiesen. Besondere Freude kam auf, als neben dem Großem Abendsegler und der Zwergfledermaus auch eine Mopsfledermaus ins Netz ging. Mopsfledermäuse sind nicht nur, wie alle unsere Fledermausarten, streng geschützt. Sie ist zusätzlich im Anhang II der FFH-Richtlinie aufgeführt, was bedeutet, dass die Verpflichtung besteht, auch deren Lebensraum zu schützen

 

Bei der anschließenden Untersuchung der gefangenen Tiere gab Kerstin interessante Einblicke in die Lebensweise der Flattertiere. 

Nachdem alle Fledermäuse vermessen und gewogen waren, wurden sie sofort wieder in die Freiheit entlassen.

 

Der Abend war für alle Anwesenden ein besonderes Erlebnis und soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

 

Text, Foto: Kerstin Genz, 2017

Gut besuchter Infostand in Hangelsberg

Historischer Bahnhof Hangelsberg, Foto: A. Hippel
Historischer Bahnhof Hangelsberg, Foto: A. Hippel

Der Historische Bahnhof Hangelsberg beging sein 175 Jähriges Bestehen am 26. und 27. August 2017 mit einem sehr schönen Fest.

 

Wir freuten uns über viele Besucher und nette Gespräche an unserem Infostand.

 

Besonders erfolgreich war die Handysammlung für das Projekt Alte Handys für die Havel.

 

 

Ebenfalls engagierten sich viele  Bürger mit einer Unterstützerunterschrift für den Erhalt und Schutz des Hangelsberger Siedlungswaldes.

Vogelstimmenwanderung am 20. Mai 2017

Der NABU-Kreisverband Fürstenwalde lud zu einer Vogelstimmenwanderung nahe Fürstenwalde ein.

Diese wurde von der Fürstenwalder Vogelexpertin Heidemarie Stabernack geführt und war Bestandteil der Aktion "Stunde der Gartenvögel".
 
"Die ersten Ergebnisse zeigen, dass sich die kontinuierlichen Abnahmen bei Amsel, Grünfink und Hausrotschwanz in diesem Jahr fortsetzen", so Stephan Wende, Vorsitzender unseres NABU Kreisverbandes.
"Während insgesamt die Anzahl der Vögel in Siedlungsgebieten über die Jahre in etwa gleich bleiben, gibt es auf den Wiesen und Feldern große Verluste.

In den vergangenen 25 Jahren brachen dort die Bestände der Vogelarten wie Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche regelrecht zusammen. Der Feldsperling ist eine der wenigen Arten, die mit „Landflucht“ auf die Misere reagieren können. viele andere Vögel haben diese Möglichkeit nicht, sie sind zu sehr auf Agrarlebensräume spezialisiert.

Wir brauchen hier dringend den Dialog mit den Landwirten!"

 

in Deutschland und Europa sind die Vogelbrutpaare in der Agrarlandschaft seit 1980 um 57 % zurückgegangen!

 

Meldung zum Vogelsterben durch das Umweltinstitut München

Die ausführliche Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage zu den dramtischen Vogelverlusten:
Antwort_Bundesregierung_auf Vogelverlust
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Internationaler Tag des Waldes 21.03.2017

Premiere: Ökofilmtour in Hangelsberg 21.03.2017

Ökofilmtour in Hangelsberg
Ökofilmtour in Hangelsberg

 

Am 21.03.2017 lud der NABU Kreisverband Fürstenwalde und die Bürgerinitiative pro Hangelwald im Rahmen des 12. Festivals Ökofilmtour Brandenburg zur Premiere in Hangelsberg ein.

 

Der Einladung folgten über 100 Besucher.

 

Mit der Veranstaltung und Filmvorführung wurde auf ein aktuelles Thema in Hangelsberg, dem Erhalt und Schutz des ca. 30 ha großen Hangelsberger Eichenmischwaldes, aufmerksam gemacht.

Unser großer Dank gebührt dem Organisator der Ökofilmtour fön e.V., der den Abend als sehr publikumswirksam und als eine Demonstration der Bürger zum Erhalt des Hangelwaldes empfand, die mit dem Film „Das grüne Wunder – unser Wald“ belohnt wurden.

 

Die Veranstaltung wurde mit dem Walderlebnistag am 25.03.2017 gekrönt. Auf einer Führung durch den Naturerlebnispfad in Hangelsberg wurden den Besuchern viel Wissen rund um den Wald gegeben.

In der Waldschule Spreetal wurden Stockbrötchen gebacken, Nistkästen gebaut und es gab spannende Informationen und Spiele am NABU Stand.

Geschafft! Unsere Krötenschutzzäune stehen!

Krötenzaun-Aufbau, 2016, Foto: A. Marquardt
Krötenzaun-Aufbau, 2016, Foto: A. Marquardt

 

Die Wanderung von Kröten, Fröschen und Molchen zu ihren Laichgewässern ist in vollem Gange.  

 

Die Amphibien-Zäune stehen! 

 

Zum Aufbauen hatten wir etliche unermüdliche Helfer, denen wir herzlich danken. 

 

Hilfe für den Nachwuchs, Foto: M. Maschewski
Hilfe für den Nachwuchs, Foto: M. Maschewski

 

Anfragen zum Amphibienschutz gern an:

info@nabu-fuerstenwalde.de

 

Hier gibt es eine Übersicht über unsere Zäune und die Fangzahlen

Neuer Storchenbeauftragter für den Altkreis

Fürstenwalde...

Der NABU freut sich, Holger Westenberger als Storchenbeauftragten für den Altkreis Fürstenwalde in seinem Amt begrüßen zu dürfen! Ab sofort findet Ihr seine Rufnummer auf unserer Webseite hier. Er ist nun für unser Verbandsgebiet Ansprechpartner rund um Gevatter Langbein.

 

Hier berichten wir über eine seiner ersten Rettungsaktionen:

 

Am 31.07.2016 stellt Holger bei einer routinemäßigen Horstkontrolle in Pillgram zwei Jungstorche fest. Anwohner berichteten ihm zuvor, dass einer der beiden Jungvögel sichtbar unterernährt sei und nicht fliegen würde. Mit Hilfe von zwei Freiwilligen konnte er den Storch einfangen und zur Tierklinik Dr. Matzke Fürstenwalde bringen. 

 

Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Flügel schadlos waren. Der Storch, getauft auf den Namen Karlchen, wurde aufgepäppelt und kam nach mehreren Tagen in ein Gehege des Tierheimes. Am 14.08 wurde Karlchen von Holger aus dem Tierheim abgeholt und auf einer Rinderweide am Rauener Stadtberg ausgesetzt. Es bestand die Hoffnung, dass er fortan für sich selbst sorgen könne.

 

An dieser Stelle möchten wir uns auch im Namen von Holger ganz herzlich für die ehrenamtliche Hilfe und das Engagement bei Frau Matzke, dem Tierheim und der Tierstation bedanken.

 

Karlchen zeigte sich nach seinem Aufenthalt in der Tierstation putzmunter. Er flog bis zu

4 m hoch und nutzte die Wiesen und ein angrenzendes Feld zur Nahrungssuche. Die Nächte jedoch verbrachte er am Boden. Freiwillige und Holger bauten einen Horst. Da dieser von Karlchen nicht genutzt wurde, fingen Sie ihn ein und setzen ihn auf den Horst. Nun erkannte unser Karlchen die Nachteile einer Bodenübernachtung und verbrachte die zukünftigen Nächte auf sicheren Standorten. 

 

Auf dem Rauener Stadtberg ist Karlchen zwischenzeitig zu einer kleinen Attraktion geworden und fühlte sich dabei offenbar so gut, dass zu befürchten war, dass Karlchen den allgemeinen Aufbruch nach Süden verpassen könnte. Somit wurde Karlchen erneut eingefangen und am 21.08. zu der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg e.V. gebracht.

 

Die Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg e.V. nimmt leicht bis schwer verletzte Störche auf und kuriert Sie mit dem Ziel, sie wieder in die Freiheit zu entlassen. Finanziert wird die Vogelschutzwarte durch Spenden. Es hieß nun, Karlchen mit weiteren Jungstörchen zusammen zu bringen, damit er sich einem Trupp nach Süden anschließen kann.

 

Karlchen wog zu diesem Zeitpunkt 2,8 kg und damit noch zu wenig, er konnte sich aber schon gut gegen seine Artgenossen durchsetzen. Nach zwei Wochen erreichte er ein gutes Abfluggewicht von 3,45 kg.

Am 03.09. wurde Karlchen zum zweiten Mal ausgewildert, gemeinsam mit 4 weiteren Jungstörchen. Die meisten Weißstörche waren bereits weggeflogen, aber nach Aussage von Dr. Christian Kaatz bestand die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Jungstörche den etwas später ziehenden Schwarzstörchen anschließen würden. Zum Auswilderungstermin kamen alle Finder, Paten der Jungstörche und die Umweltministerin Sachsen-Anhalts.

 

http://www.storchenhof-loburg.de/neues-vom-hof-news-details/grosses-interesse-bei-der-auswilderung-am-03-september.html

 

Man konnte beobachten wie die 5 Störche auf Nahrungssuche gingen, der Abflug wurde aber nicht vollzogen. Die Nacht verbrachten Sie auf einem Hochsitz und waren am nächsten Tag verschwunden.

 

Hoffentlich hören wir in ein paar Jahren wieder etwas von Karlchen. Auf seinem Weg hat er nun viele Gefahren zu bestehen, denen vor allem die unerfahrenen Jungstörche zum Opfer fallen. Die meisten wurden vom Menschen geschaffen wie z.B. unisolierte Strommasten, Bindegarne, Freileitungen und Windräder. Mit durchschnittlich 4-5 Jahren sind die Störche geschlechtsreif und kommen wieder in ihrer Heimat zurück.

 

Wir drücken Karlchen die Daumen!

 

Wir bedanken uns bei den Anwohnern von Pillgram, der Tierklinik Matzke und ihremTeam und dem Storchenhof Loburg!

 

Im Altkreis Fürstenwalde gibt es 30 erfasste Horste, von denen 20 besetzt waren. 30 Jungvögel sind ausgeflogen. Für den Erhalt der Art sind durchschnittlich zwei Jungvögel pro Horst notwendig. Dies konnte zuletzt vor 5 Jahren beobachtet werden.

 

Die Bestandszahlen des Weißstorchs sind in den letzten Jahren wieder rückläufig. Gründe dafür sind eine intensive Landwirtschaft, die Nutzung des Herbizides Glyphosat, schrumpfende Nahrungsflächen, extensive Flächenversiegelung, zu wenig Niederschlag und der Rückgang der Feuchtwiesen.

 

Als gut erfasster Brutvogel gilt der Weißstorch als Indikator für den Gesundheitszustand unserer Umwelt.

 

Sven Maschewski, Fotos: Holger Westenberger, 2016

Unser Besuch in der Milchviehanlage

Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH

Am 23.1.2016 nahmen 19 Mitglieder des Kreisverbandes an der Führung durch die Milchviehanlage in Buchholz teil, dessen Geschäftsführer Benjamin Meise uns eingeladen hatte. Herr Meise gewährte uns dabei nicht nur einen Einblick in sämtliche Bereiche der Milchviehanlage. Er erläuterte auch seine Hoffnung, die Milch perspektivisch als Bio-Milch verkaufen zu können. Außerdem teilte er uns die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit, welche einer entsprechenden Umstellung im Wege stehen.

Neben der Milchviehhaltung bewirtschaftet die GmbH noch 2250 ha Ackerland, auf denen unter anderem das Tierfutter selbst angebaut wird. Dieser Ackerbau finanziert zu Teilen die unrentable Milchviehhaltung mit. Seit Jahren werden die Preise für Milchprodukte von den Supermarktketten derart gedrückt, dass sich die Milchproduktion für landwirtschaftliche Betriebe nicht mehr rentiert, erläuterte Herr Meise. Dennoch "beichtete" er uns, an einer stetigen Verbesserung der Tierhaltung zu arbeiten. Die Tierhaltung habe sich in den letzten 20 Jahren erheblich verbessert. So konnte neben zwei alten Ställen auch ein neuer Stall errichtet werden. Als Grundsatz seiner Arbeit mit den Tieren gab Herr Meise an, das Wohl des Einzelindividuums dürfe nie aus den Augen verloren werden.

 

Die Führung wurde von uns als sehr transparent und informativ empfunden, zumal sich Herr Meise ausdrücklich auch kritische Meinungen zu der Anlage erbat, welche in einer anschließenden Gesprächsrunde auch diskutiert wurden. Wir möchten uns ausdrücklich für die angenehme und offene Führung bedanken!

 

Der Kreisverband plant zukünftig auch die Besichtigung eines Biohofes in unserer Region. Weitere Informationen hierzu werden auf der Internetseite bekanntgegeben.

 

Und hier abschließend noch eine Pressestimme zu unserem Besuch:

Der Oderlandspiegel: Regionale Milchproduktion betrachtet

 

Stephan Wende, Januar 2016

 

Meine Erfahrungen mit dem NABU-Projekt

„Schwalben willkommen"

Rauchschwalbe, Foto NABU, O. Pflüger
Rauchschwalbe, Foto NABU, O. Pflüger

Wie bringt man eine Schwalbenplakette an den Mann oder die Frau?

 

von Heidemarie Stabernack, Sept. 2015

 

Nach der Umstrukturierung des Kreisverbands Fürstenwalde, infolge des Todes unseres langjährigen Vorsitzenden Heinz Müller, übernahm ich im Frühjahr 2013 die Aufgabe, mich um das

Projekt „Schwalben willkommen“ zu kümmern. Anfangs herrschte wohl die Vorstellung, eine gute Arbeit unseres Kreisverbands würde sich in der Vergabe möglichst vieler Schwalbenplaketten widerspiegeln. Aber so einfach war die Sache nicht!

 

Um mir selbst einen Überblick über den Brutbestand der Rauch- und Mehlschwalben im Kreisgebiet (Altkreis Fürstenwalde) zu verschaffen, unternahm ich in den Sommermonaten 2013 und 2014 viele Radtouren, vor allem in die Region nördlich und östlich von Fürstenwalde. War ein Schwalbenbrutplatz zu erkennen, und ich konnte die Bewohner des Grundstücks z.B. im Garten entdecken, sprach ich sie auf die Schwalben an. Dabei ergaben sich oft nette Gespräche, bei denen mir die Leute gern über „ihre“ Schwalben berichteten, mir die Nester zeigten und erfreut waren, weil jemand Interesse zeigte und ihre Schutzbemühungen für die Schwalben würdigte. An einer Schwalbenplakette bestand jedoch kein Interesse.

Oft bekam ich zu hören: „Was soll ich denn mit einer Schwalbenplakette?“ oder „Wo Tiere gehalten werden, da gibt es auch Schwalben.“

Dagegen beantragten 2 Agrarbetriebe gern eine Schwalbenplakette, die für sie sicher auch eine Werbung für ihre Produkte (Verkauf am Standort) bedeuten konnte. Insgesamt wurden bisher 4 Schwalbenplaketten vergeben bzw. beantragt, davon je 2 für Agrarbetriebe und 2 für Privatpersonen. Als hilfreich erwies sich unser NABU-Stand beim Dorffest in Steinhöfel, wodurch der Kontakt zur Beantragung beider Schwalbenplaketten 2015 zustande kam.

 

Schwalben-Opa

In einem kleinen Dorf östlich von Fürstenwalde traf ich Ende Juli 2014 einen älteren Herrn, den ich Schwalben-Opa nennen möchte. Da er an diesem Wochenend-Nachmittag gerade Besuch hatte, wurde mir ausführlich von all seinen „Verrücktheiten“ berichtet.

Schwalben-Opa hielt auf seinem Hof einige Kaninchen und Gänse, und in einem Stallgebäude befanden sich ca. 20 Rauchschwalbennester. Für die Kaninchen hatte er extra einen „Sommerstall“ gezimmert, denn solange die Rauchschwalben anwesend waren, mussten die Kaninchen das Stallgebäude für die Schwalben räumen, damit das Futter und das Fell der Tiere nicht durch Schwalbenkot verschmutzt würde.

Obwohl ausreichend kleinere Einflugöffnungen (Lüftungslöcher) im Backsteinbau des Stalls vorhanden waren, standen alle drei Türen des Stallgebäudes weit offen, weil es für die Schwalben „doch bequemer so“ war.

Gleich angrenzend an den Hof gab es einen Tümpel, der den Schwalben zum Trinken und zum Sammeln von Schlamm für den Nestbau diente. Leider war dieser Tümpel mit Schilf ziemlich zugewachsen. Also schaffte sich Schwalben-Opa einige Gänse an, deren Aufgabe das Kurzhalten des Schilfs war, damit die Schwalben wieder eine offene Wasserfläche zum Trinken vorfanden.

Schließlich war der nicht mehr benötigte Elektroanschluss im Stall zurückgebaut und dabei auch das Kabel vom Hausgiebel zum Stall gekappt worden. Aber so ging das nicht! Wo sollten denn die Schwalben sitzen? Also musste das Kabel wieder angebracht werden, weil die Schwalben doch so gern auf Leitungsdrähten sitzen!

Auch eine besonders intelligente Schwalbe wollte mir Schwalben-Opa unbedingt zeigen. Diese Schwalbe hatte durch einen schmalen Spalt unter der Tür hindurch in einen Holzschuppen gefunden und brütete dort abseits des Trubels der anderen Schwalben im Stallgebäude.

Schwalben-Opa erzählte mir, dass bis vor einigen Tagen noch etwa 80 Schwalben auf dem Hof waren. Die jungen Schwalben der 1. Brut und wohl auch einige adulte Schwalben waren bereits abgezogen. Trotzdem wurden noch in 9 Nestern Junge gefüttert, in einem Nest noch gebrütet und etwa 3 Familien waren mit den gerade flügge gewordenen Jungen über dem Hof auf Insektenfang.

Wir haben uns lange über die Brutvögel auf seinem Hof (neben Rauchschwalben Hausrotschwanz und Bachstelze) unterhalten. Mein Besuch war für Schwalben-Opa endlich eine Bestätigung, dass seine Schutzbemühungen doch nicht so „verrückt“ sein konnten, wenn jemand „von weit her“ mit dem Fahrrad durch die Dörfer unterwegs ist, um Schwalbenbestände zu erfassen.

 

04.12.2017

18:15 Uhr

 

 

 

 

16.12.2017

10 - 14 Uhr

 

Treffen der NABU OG Fürstenwalde, Stadtteilbüro, Mühlenstr. 25, Fürstenwalde

 

Mitglieder-

versammlung,

Restaurant Forsthof, Hangelsberg


Hangelsberger Siedlungswald
Hangelsberger Siedlungswald

Wir unterstützen die Bürgerinitiative pro Hangelwald und setzen uns für den Erhalt und dauerhaften Schutz des Siedlungswaldes im Ort Hangelsberg (Gemeinde Grünheide) ein.

Weitere Infos finden Sie auf der Internetseite der Initiative

Bis März 2018 unterschreiben:

1. Verbesserung von Volksbegehren (Landesebene)

2. Verbesserung von Bürgerbegehren (Kommunalebene)

Weiter hier

• Stoppt die Gülleverschmutzung –

  schützt unser Wasser! hier

• Stoppt die Verlängerung der Zu-

  lassung von Glyphosat! hier

Foto: NABU, B. Kunz
Foto: NABU, B. Kunz

Ansprechpartner und Aufnahmestationen in der Nähe finden Sie hier

Erfolgreiches Volksbegehren gegen mASSENTIERHALTUNG in Brandenburg

Der Brandenburger Landtag hat am 19. April 2016 das Volksbegehren gegen Massentierhaltung in Brandenburg in veränderter Form angenommen.

Wir setzen uns mit dem Aktionsbündnis Agrarwende für eine nachhaltige Landwirtschaft und mehr Tierwohl ein.

 

Zur Internetseite hier

Igel, Maulwurf und Eichhörnchen gesucht

Foto: U. Postler
Foto: U. Postler

Bitte Beobachtungen melden.

Für die Erfassung dieser drei Tierarten in Brandenburg bittet der Landesfachausschuss für Säuge-tierkunde und die Naturschutz-station für Säugetierschutz in Zippelsförde um unsere Mithilfe.

 

Infos und Online-Meldung hier

Erfassungsbogen Säugetiere_2015.xls
Microsoft Excel Tabelle 11.0 KB